Vitamine und Co.
Krankheiten
Naturheilkunde
Kastration
Alterserscheinungen

 

 

 

 

 


Das könnte Dich auch noch interessieren:

Allgemeines
Haltung

Gesundheit:Vitamine&Co->Krankheiten->Naturheilkunde->Kastration->Alterserscheinungen

Vitamine und Co.

Die Ernährung der Ratte muss sehr vielseitig gestaltet sein. Obst und Gemüse sollten genauso zum täglichen Nahrungsangebot gehören, wie das Hauptfutter selbst. Daneben werden ebenso Nagesteine und Mineralsalzlecksteine benötigt, damit sich die Ratte rundum wohlfühlen kann. Vitamine und Nährstoffe müssen im ausreichendem Maß angeboten werden. Im folgenden möchte ich einen kleinen Überblick über die Vitamine geben und welche Bedeutung ihnen zugeschrieben wird.

 

Vitamine

Vitamin A:
fettlösliches Vitamin
Entalten in: Eier, Milch und Milchprodukte, Karotten, Feldsalat, Petersilie, Spinat, Aprikosen
Mangelerscheinungen: Sehschwäche, stumpfes Fell, Infektionsanfälligkeit, Störungen der Knochenbildung und Fortpflanzung

Vitamin B1:
Wird auch als Thiamin bezeichnet und gehört zur Gruppe der wasserlöslichen Vitaminen.
Enthalten in: fast allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, meist jedoch nur in geringen Mengen. Besonders kommt dieses Vitamin in Vollkorngetreide, (Weizenkeimlinge, Roggen, Haferflocken, Reis, Mais), Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Sonnenblumenkerne.
Mangelerscheinungen: Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Probleme, Muskelschwäche, Herz- Kreislaufprobleme, Muskellähmungen, psychische Veränderungen (Angstzustände, Reizbarkeit). 

Vitamin B2:
Synonym: Riboflavin, ebenfalls wasserlöslich.
Entalten in: besonders in Milch und Milchprodukte, Eier, Fleisch, Vollkorngetreide
Mangelerscheinungen: Wachstumsstörungen, entzündliche Veränderungen der Schleimhaut, Dermatitis

Vitamin B6:
Synonym: Pyrodoxin; wasserlösliches Vitamin
Enthalten in: Milch und Milchprodukte, Vollkorngetreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Bananen, Fleisch
Mangelerscheinungen: Hautprobleme (Entzündungen an Ohren, Nase und Pfoten), nervöse Störungen, erhöhte Reizbarkeit

Vitamin B12: 
Enthalten in: Eier, Milch und Milchprodukte
Mangelerscheinungen: Nervenbahnen können Schäden davon tragen

Biotin:
früher: Vitamin K; wasserlösliches Vitamin
Enthalten in: Eigelb, Sojabohnen, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide
Mangelerscheinungen: Hautprobleme, Haarausfall, Depressionen und Störungen der Fortpflanzungsfähigkeit

Vitamin C:
Synonym: Ascorbinsäure; wasserlösliches Vitamin
Besonderheit: Ein "zufüttern" entfällt, da die Ratte in der Lage ist, dieses Vitamin selbst zu synthetisieren

Vitamin D:
Synonym: Calciferole; fettlöslich
Besonderheit: es ist kein Vitamin im eigentlichen Sinne, da es mit Hilfe des Sonnenlichtes (Ultraviolettstrahlung) selbst synthetisiert wird. Außerdem ist das Vitamin D für die Calciumaufnahmen im Körper verantwortlich. Daher ist es wichtig, dass die Ratte die Möglichkeit bekommt, natürliches Sonnenlicht zu bekommen. Man sollte jedoch darauf achten, dass es sich hierbei um keine direkte Sonneneinstrahlung handelt, denn dadurch können unsere Lieblinge wiederum einen Hitzeschock bekommen.
 
Vitamin E:
Enthalten in: besonders in frischen Getreidekeimen (Getreidekörner mit Wasser bedeckt, etwa 24 Stunden an einem warmen Ort quellen lassen, in einem flachen Schälchen an einem warmen Ort ca. fünf Tage auskeimen lassen)
Bei einer ausgewogenen Ernährung kann es fast kaum zu Mangelerscheinungen kommen. Man sollte grundsätzlich darauf achten, dass besonders im Winter frisches Gemüse zur Verfügung gestellt wird.

Mineralien

Calcium:
Enthalten in: Milch und Milchprodukte, Broccoli, Spinat und Grünkohl
Mangelerscheinungen: Knochenabbau, Muskelschwäche und Zahnprobleme

Chlor:
Enthalten in: allgemein in tierischen Produkten in höherer Konzentration als in pflanzlichen
Mangelerscheinungen: Wachstumsstörungen, Muskelschwäche, Durchfälle

Cobalt:
Enthalten in: in fast allen "Lebensmitteln"
Mangelerscheinungen: nicht bekannt

Eisen:
Enthalten in: Weizenkeimen, Eigelb, Sesamkörner, Trockenobst (Aprikosen, Pflaumen), Getreide und Vollkornprodukte, dunkelgrünes Blattgemüse
Mangelerscheinungen: Blutarmut

Kalium:
Enthalten in: Kartoffeln, Spinat, Hülsenfrüchte, Bananen
Mangelerscheinungen: Muskelschwäche, Muskellähmung, Störungen der Herztätigkeit

Kupfer:
Enthalten in: Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorngetreide (besonders Buchweizen)
Mangelerscheinungen: Wachstumsstörungen, Hautprobleme

Magnesium:
Enthalten in: Vollkorngetreideprodukte, Hülsenfrüchte (z.B. Sojabohnen), Nüsse und Samen, Obst (Bananen, Beerenobst) und Gemüse
Mangelerscheinungen: Störungen im Kohlehydratstoffwechsel

Mangan:
Enthalten in: Nüsse, Vollkorngetreide, Getreidekeimlinge, grünes Blattgemüse, Früchte
Mangelerscheinungen: nicht bekannt

Natrium:
Enthalten in: z.B. trockenes Brot
Mangelerscheinungen: Herz-Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe
Übermäßige Aufnahme: Hypertonie, Unruhezustände, Ödembildung, Haut- und Schleimhautaustrocknung

Phosphor:
Enthalten in: besonders in proteinreichen Lebensmitteln wie Milch und Milchprodukten und in Hülsenfrüchten
Mangelerscheinungen: Wachstumsstörungen, Skelettdeformitäten, Rachitis

Zink:
Enthalten in: Milchprodukte, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte
Mangelerscheinungen: Wachstumsstörungen, Wundheilungsstörungen, Hautprobleme, Infektanfälligkeit

Grundsätzlich gilt: das Gemüse und das Obst immer gründlich waschen. Obst und Gemüse, das man auf dem normalen Markt bekommt, wurden bekannterweise gegen Ungeziefer gespritzt. Außerdem wurden chemische Keulen benutzt, um das Gemüse und das Obst haltbarer zu machen. Das alles kann natürlich unserer kleinen Ratte schaden.